Frischer Wind? Hersteller von Klimaanlagen könnten mit Corona-Krise Aufwind bekommen.

Wird das Coronavirus auch durch die Luft übertragen? Dies ist wohl eine der heiß diskutierten Fragen vergangenen Tage. Aktuell laufende Studien sollen in den kommenden Wochen Aufschluss liefern.

Zum Jetzigen Zeitpunkt gibt es nur einige Indizien: Wie trug die Klimatisierung der betroffenen Kreuzfahrtschiffe wie der Diamond Princess zur Ausbreitung bei? Welchen Einfluss hatte möglicherweise auch die Belüftung während einer Karnevalsveranstaltung in Heinsberg auf Infektionen? All das ist alles andere als klar.

Was indes als sicher gelten darf: Das Raumklima hat Einfluss darauf, wie lange sich das Coronavirus auf Oberflächen hält und infektiös bleibt. Verschiedene Parameter wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden derzeit ebenfalls noch beleuchtet.

Möglicherweise spielen aber auch Übertragungswege durch Luftumwälzung in geschlossenen Räumen eine größere Rolle als wir derzeit wissen können.

Doch schon die Diskussion allein ruft eine Branche auf den Plan: Auf die Klimaanlagen-Hersteller und Ausrüster von Handel, Gastronomie, Industrie, Verkehr und großen Bürotürmen in den Metropolen wird Arbeit und Nachfrage zukommen. Wie viel ist hingegen ungewiss.

Für den Fall, dass sich hier deutliche Einflüsse des Raumklimas auf die Übertragungsraten des neuartigen Virus zeigen, wäre ein plötzlicher Boom nicht auszuschließen. Auch mögliche staatliche Förderungen oder Steuererleichterungen für umrüstende Unternehmen liefern Anlass zur Spekulation.

Zu den weltweit großen Herstellern von Klimaanlagen gehören unter anderem Unternehmen wie:

  • LG,
  • Toshiba,
  • Hitachi,
  • Daikin,
  • Gree Elecric Appliances,
  • Panasonic und
  • Samsung.

Darüber hinaus dürften auch auf Kliniken spezialisierte Hersteller schon jetzt im Zuge des Aufbaus der Kapazitäten im Gesundheitswesen vieler Länder entsprechende Nachfrage genießen. Darüber hinaus verfügen sie über wichtiges Knowhow.

Ein genauerer Blick in diese Branche, Zulieferer und Facility Manager dürfte sich jetzt lohnen.

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Andreas Wenzel Verfasst von:

Entwickelt und prüft als Consultant seit mehr als 15 Jahren Risikoquantifizierungs- und -steuerungsmodelle im bankaufsichtlichen Kontext.