Reproduktionszahl Bundesländer

Diese Reproduktionszahlen für die Bundesländer setzen auf Einfachheit und Stabilität. 

Bitte beachten Sie, dass die Indikatoren bei sehr geringen Covid19-Fallzahlen (vgl. PDF unten) dennoch begrenzte Aussagefähigkeit besitzen und stark schwanken können. Für Deutschland gesamt wird darüber hinaus eine Reproduktionszahl aus einem fortgeschrittenen Ansatz bereitgestellt.

Übersicht der Reproduktionszahlen in den Bundesländern

Für die Ausbreitung des Coronavirus in den Bundesländern leiten sich aktuell folgende indikative Schätzungen ab:

Bundesland Reproduktionszahl
Baden-Württemberg 0,89
Bayern 1,03
Berlin 1,10
Brandenburg 1,37
Bremen 0,74
Hamburg 1,39
Hessen 1,18
Mecklenburg-Vorpommern 1,22
Niedersachsen 1,19
Nordrhein-Westfalen 1,16
Rheinland-Pfalz 1,29
Saarland 1,02
Sachsen 1,91
Sachsen-Anhalt 0,88
Schleswig-Holstein 1,03
Thüringen 1,38

Referenzwert Deutschland*

Fälle / Woche Fälle / Vorwoche R-Indikator
5.588 4.575 1,12

*Für Deutschland wird an dieser Stelle zu Vergleichszwecken ein Referenzwert nach demselben vereinfachten Schätzansatz dargestellt. Dieser Wert weicht methodisch von den im fortgeschrittenen Ansatz abgegebenen Schätzungen ab und verhält sich meist träger.

Ihr Dankeschön hilft dabei, die unabhängigen R-Schätzungen für Deutschland und die Bundesländer auch weiterhin zu gewährleisten. 

Fortgeschrittene Schätzung für Deutschland

Die detaillierte Schätzung für Deutschland im komplexen Modell nach Erkrankungsbeginn finden Sie hier:

Covid19-Kennzahlen als Download

Reproduktionszahl Deutschland (PDF)

Täglicher Bericht zur Entwicklung der Reproduktionszahl in Deutschland als PDF-Download.

R-Indikatoren Bundesländer (PDF)

Tägliche vereinfacht geschätzte Reproduktionszahl-Indikatoren für die Bundesländer als PDF.

Hinweise zu dieser Seite

Diese Seite wird in der Regel täglich bis 10:00 Uhr vollständig aktualisiert. Die Schätzungen und Kennzahlen beruhen auf Meldungen des RKI bis jeweils 0:00 Uhr. Die Bereitstellung erfolgt in Abhängigkeit von der Datenbereitstellung seitens der Schnittstelle zum RKI.

Bezüglich der Schätzungen der Reproduktionszahlen wird darauf hingewiesen, dass es sich hier um eigene Expertenschätzungen meinerseits handelt und die Kennzahlen keine amtliche Einschätzung des RKI oder anderer staatlicher Stellen widerspiegeln.

Schätzmethode

Die Schätzung für die Bundesländer erfolgt aufgrund der teilweise geringen Fallzahlen vereinfacht. Basis sind die im 7-Tage-Mittel neu gemeldeten Fälle im Vergleich zu 7 Tagen zuvor. 

Das sich daraus ergebende Verhältnis wird auf die typische Generationsdauer von 4 Tagen adjustiert. Daher umfasst die Schätzung einen Stützzeitraum von insgesamt 14 Tagen. Insofern verhalten sich die geschätzten Werte weitestgehend konsistent zur Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz von Woche zu Woche.

Unter Berücksichtigung von Inkubationszeit, Diagnose- und Meldeverzug ist anzunehmen, dass der R-Wert schwerpunktmäßig das Infektionsgeschehen von 9 bis 17 Tagen vor dem Berichtsstichtag beschreibt. Änderungen im Diagnose- und Meldeverhalten können hierbei zu Schwankungen führen.

Herangezogen werden automatisch bereitgestellte Meldedaten des Robert Koch-Instituts. Der unmittelbar vor dem Datenstichtag 0:00 Uhr liegende Tag wird dabei nicht berücksichtigt, da dieser als noch unvollständig anzunehmen ist (vgl. Beispiel).

Die Schätzung für Deutschland wird auf dieser Seite zu Vergleichszwecken nach demselben Ansatz (Schätzung anhand Meldedatum) ermittelt und weicht daher vom Ansatz im fortgeschrittenen Modell (Schätzung mittels Erkrankungsbeginn) ab.

Beispiel zu einfließenden Fallzahlen und Meldedatum

Beispiel: Wird ein Bericht an dieser Stelle beispielsweise am Freitag erstellt, umfasst dieser Meldungen der Landesbehörden vom Donnerstag im Tagesverlauf. Der letzte weitestgehend vollständig vorhandene Datensatz ist damit der Mittwoch, für welchen hier eine Reproduktionszahl ausgewiesen wird. Dennoch können auch noch später Nachmeldungen hinzukommen, weshalb sich die oben ausgewiesenen Reproduktionszahlen auch nachträglich noch ändern können.

Weiterhin umfasst die Meldung von Landesbehörden üblicherweise einen Zeitraum von 24 Stunden, welcher sich jedoch auf 2 Kalendertage verteilt (beispielsweise Mittwoch Mittag bis Donnerstag Mittag). Deshalb weicht die zeitliche Zuordnung von Fallzahlen nach RKI-Meldedatum (Verteilung auf diese beiden Tage) teilweise von den Berichten des Bundeslandes (Angabe für 24h) ab.

Weshalb weichen die Ergebnisse von denen des Robert Koch-Instituts ab?

Modelle haben das Ziel, die Wirklichkeit abzubilden und unterliegen Annahmen. In diesem Sinne gibt es kein richtiges oder falsches Ergebnis. Die für die Bundesländer verwendeten Ansätze sind darauf ausgerichtet, das allgemeine Lagebild darzustellen und kurzfristige Schwankungen zu glätten, Insbesondere soll eine möglichst konsistente Information zu den bekannten Fallzahlen der aktuellen Woche (7-Tage-Inzidenz) im Vergleich zur Vorwoche hergestellt werden.

Darüber hinaus besteht die Zielsetzung des verwendeten Ansatzes darin, auch bei niedrigen Fallzahlen möglichst stabile und treffende Werte zu schätzen.

Alle Angaben ohne Gewähr.

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