Reproduktionszahl Bundesländer

Die Methode zur Reproduktionszahl-Schätzung für die Bundesländer wurde speziell an den Bedürfnissen geringer Fallzahlen ausgerichtet. Bitte beachten Sie, dass die Werte bei sehr geringen Fallzahlen dennoch begrenzte Aussagefähigkeit besitzen.

Übersicht der Reproduktionszahlen in den Bundesländern

Für die Ausbreitung des Coronavirus leiten sich aus dem Woche/Vorwoche-Vergleich folgende Schätzungen der Reproduktionszahlen ab. Falldaten: Robert Koch-Institut / Stützstellen: 14 Tage

Bundesland Reproduktionszahl
Baden-Württemberg 1,04
Bayern 1,19
Berlin 0,72
Brandenburg 0,69
Bremen 0,70
Hamburg 0,89
Hessen 0,91
Mecklenburg-Vorpommern 1,21
Niedersachsen 0,74
Nordrhein-Westfalen 0,77
Rheinland-Pfalz 1,38
Saarland 1,11
Sachsen 0,59
Sachsen-Anhalt 0,55
Schleswig-Holstein 1,43
Thüringen 0,89
Deutschland
(Woche/Vorwoche-R)
0,84

Covid19-Kennzahlen als Download

Reproduktionszahl Bundesländer (PDF)

Täglicher Bericht zu den Reproduktionszahlen für die Bundesländer als PDF-Download.

Reproduktionszahl Deutschland (PDF)

Täglicher Bericht zur Entwicklung der Reproduktionszahl in Deutschland als PDF-Download.

Hinweise zu dieser Seite

Diese Seite wird in der Regel täglich bis 10:00 Uhr vollständig aktualisiert. Die Schätzungen und Kennzahlen beruhen auf Meldungen des RKI bis jeweils 0:00 Uhr. Die Bereitstellung erfolgt in Abhängigkeit von der Datenbereitstellung seitens der Schnittstelle zum RKI.

Bezüglich der Schätzungen der Reproduktionszahlen wird darauf hingewiesen, dass es sich hier um eigene Expertenschätzungen meinerseits handelt und die Kennzahlen keine amtliche Einschätzung des RKI oder anderer staatlicher Stellen widerspiegeln.

Schätzmethode

Die Schätzung für die Bundesländer erfolgt aufgrund der teilweise geringen Fallzahlen vereinfacht. Basis sind die im 7-Tage-Mittel neu gemeldeten Fälle im Vergleich zu 7 Tagen zuvor. 

Das sich daraus ergebende Verhältnis wird auf die typische Generationsdauer von 4 Tagen adjustiert. Daher umfasst die Schätzung einen Stützzeitraum von insgesamt 14 Tagen. Insofern verhalten sich die geschätzten Werte weitestgehend konsistent zur Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz von Woche zu Woche.

Unter Berücksichtigung von Inkubationszeit, Diagnose- und Meldeverzug ist anzunehmen, dass der R-Wert schwerpunktmäßig das Infektionsgeschehen von 9 bis 17 Tagen vor dem Berichtsstichtag beschreibt. Änderungen im Diagnose- und Meldeverhalten können hierbei zu Schwankungen führen.

Herangezogen werden automatisch bereitgestellte Meldedaten des Robert Koch-Instituts. Der unmittelbar vor dem Datenstichtag 0:00 Uhr liegende Tag wird dabei nicht berücksichtigt, da dieser als noch unvollständig anzunehmen ist (vgl. Beispiel).

Die Schätzung für Deutschland insgesamt beruht auf einem fortgeschrittenen Ansatz, welcher dem Vorgehen des Robert Koch-Instituts ähnelt.

Beispiel zu einfließenden Fallzahlen und Meldedatum

Beispiel: Wird ein Bericht an dieser Stelle beispielsweise am Freitag erstellt, umfasst dieser Meldungen der Landesbehörden vom Donnerstag im Tagesverlauf. Der letzte bereits vollständig vorhandene Datensatz ist damit der Mittwoch, für welchen hier eine Reproduktionszahl ausgewiesen wird. Dennoch können auch noch später Nachmeldungen hinzukommen, weshalb sich die oben ausgewiesenen Reproduktionszahlen auch nachträglich noch ändern können.

Weiterhin umfasst die Meldung von Landesbehörden üblicherweise einen Zeitraum von 24 Stunden, welcher sich jedoch auf 2 Kalendertage verteilt (beispielsweise Mittwoch Mittag bis Donnerstag Mittag). Deshalb weicht die zeitliche Zuordnung von Fallzahlen nach RKI-Meldedatum (Verteilung auf diese beiden Tage) teilweise von den Berichten des Bundeslandes (Angabe für 24h) ab.

Weshalb weichen die Ergebnisse von denen des Robert Koch-Instituts ab?

Modelle haben das Ziel, die Wirklichkeit abzubilden und unterliegen Annahmen. In diesem Sinne gibt es kein richtiges oder falsches Ergebnis. Die für die Bundesländer verwendeten Ansätze sind darauf ausgerichtet, das allgemeine Lagebild darzustellen und kurzfristige Schwankungen zu glätten, Insbesondere soll eine möglichst konsistente Information zu den bekannten Fallzahlen der aktuellen Woche (7-Tage-Inzidenz) im Vergleich zur Vorwoche hergestellt werden.

Darüber hinaus besteht die Zielsetzung des verwendeten Ansatzes darin, auch bei niedrigen Fallzahlen möglichst stabile und treffende Werte zu schätzen.

Alle Angaben ohne Gewähr.