Mit der Einführung der ökonomischen Risikotragfähigkeitsrechnung auf Basis des Leitfadens über die “Aufsichtliche Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskonzepte” von 2018 als auch im Kontext der verlustfreien Bewertung des Zinsbuches nach IDW BFA 3 gewinnt die sachgemäße Bestimmung der Verwaltungskosten aus barwertiger Sicht, in viele Instituten auch “Bestandpflegekosten” genannt, weiter an Bedeutung.

Wirkungsweisen:

  • eine der größten Abzugspositionen in der ökonomischen Risikotragfähigkeit und der verlustfreien Bewertung nach IDW BFA 3
  • in der periodischen Risikotragfähigkeit (“Annex-Banken”) ggf. indirekte Wirkung über Einbindung der verlustfreien Bewertung im Risikoszenario
  • indirekte Relevanz in der Kapitalplanung (adverse Szenarien) im Rahmen der normativen Sichtweise möglich
  • je nach getroffenen Annahmen können schnell Fehleinschätzungen um bis zu 30% entstehen
  • eine der entscheidenden Positionen bei der Einschätzung der Risikotragfähigkeit und der verfügbaren Deckungsmassen

Herausforderungen:

  • klare und nachvollziehbare Abgrenzung, welche Kosten erforderlich sind für
    • die Bestandspflege im Zinsgeschäft,
    • für die Neugeschäftsakquise und
    • für andere Geschäftsfelder oder Aktivitäten, die nicht relevant sind
  • Herstellung der Verbindung zwischen Verwaltungskosten und Kapitalbindung der jeweiligen Positionen
  • zunehmende Relevanz der Frage, welche Kosten ggf. durch Provisionserlöse abgedeckt werden (z.B. Kontoführungspreise oder Zahlungsverkehr)  und daher nicht oder nur teilweise relevant sind
Verwaltungskosten für die Bestandspflege